Am 23. Januar 2026 besuchte die Klasse 7c von Herrn Lopes das Junge Schauspiel des Schauspielhauses Düsseldorf, um die Inszenierung „Wolf“ zu sehen. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen, mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Roman von Saša Stanišić und richtet sich gezielt an ein junges Publikum. Der Theaterbesuch fügte sich in die unterrichtliche Auseinandersetzung mit den Themen Mobbing, Ausgrenzung und Zivilcourage ein
Im Zentrum der Inszenierung steht die Erfahrung eines Jungen in einem Ferienlager, in dem sich schleichend eine Dynamik von Macht, Gruppenzwang und Gewalt entwickelt. Die Bühne wird dabei zum sozialen Experimentierraum: Wer gehört dazu? Wer wird ausgeschlossen? Und warum schauen so viele weg? Die Inszenierung verzichtet auf einfache Täter-Opfer-Zuschreibungen und zeigt stattdessen, wie Mobbing als Gruppenphänomen entsteht und sich verstärkt
Besonders wirkungsvoll für die junge Zielgruppe war die direkte, reduzierte Spielweise sowie der bewusste Einsatz von Sprache, Körperlichkeit und Symbolik. Die Bedrohung, die vom titelgebenden „Wolf“ ausgeht, blieb dabei lange unsichtbar – und wurde gerade dadurch umso eindringlicher. So gelang es der Inszenierung, emotionale Betroffenheit zu erzeugen, ohne zu überfordern, und zugleich Raum für Reflexion zu lassen. Eine empfehlenswerte Lektüre und Inszenierung derselben!
Text / Fotos: Alexander Lopes

