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Wann sind die Voraussetzungen für selbstbestimmtes Lernen gegeben?

Welchen organisatorischen Rahmen brauchen freie Lernformen und wie organisieren wir das am KAG?

Zu Anfang des neuen Schuljahres traf sich das Montessori-Team unter Leitung von Frau Becker in einer gesonderten Konferenz, um gemeinsame pädagogische Werte und Grundsätze herauszuarbeiten. Die Mitglieder, die inzwischen zum großen Teil bereits langjährige Erfahrung mit der Organisation von Lernen in Freiarbeit gesammelt haben, berichteten von Situationen aus ihrem Alltag, die zeigen, dass uns die Aktivierung von Schülermotivation und Selbstwirksamkeit im Montessori-Zweig besonders am Herzen liegt.

Wir diskutierten die notwendigen Voraussetzungen, die es braucht, damit Freiheit beim Lernen nicht zu Beliebigkeit und Chaos führen, sondern den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu echtem individuellen Lenen mit tiefen Konzentrationsphasen ermöglichen, auch später im Setting der Lerncluster im neuen Gebäude. Diese bietet Chancen durch neue Lernräume, die eine Öffnung für freiere Lernformen geradezu zwangsläufig herbeiführen.

Wir wissen aber aus unserer Erfahrung mit der Bespielung von Differenzierungsräumen im Montessori-Zweig auch, dass die Organisation dieser Räume sehr gut durchdacht und transparent gemacht werden muss, damit sich die Lernenden sowohl problemlos orientieren und passendes Lernmaterial finden können als auch in Ruhe arbeiten können. Es ist die Verantwortung der Lehrkräfte die Gestaltung der Räume und der Materialien entsprechend zu gestalten, wobei die Zuständigkeiten dafür klar geregelt sein müssen, besonders auch, wenn auch die Regelklassen in den Studierzeiten in freieren Lernsettings unterwegs sein werden.

Da heißt es gut beobachten und dann da steuern und unterstützen, wo es sich als nötig erweist, je nach Situation. Das ist die Rolle und die hohe Kunst der Lehrkraft in der Montessori-Pädagogik. Nach über zehn Jahren, in denen wir mit Umbauten, Durchbrüchen und Raumzusammenlegungen im alten Gebäude eine Vorbereitete Umgebung geschaffen und bespielt haben, ist das Team nun sehr gespannt, welche Möglichkeiten der Neubau bietet, um unser Konzept weiterhin erfolgreich umsetzen zu können.

Das Konzept-Papier können Sie hier einsehen!

Text / Fotos: Beate Becker