Achtung: das Spiel ist ab 18!!!
Red Dead Redemption 2 ist kein klassisches Videospiel, sondern ein digitales Denkmal für den Niedergang des Wilden Westens. Rockstar Games liefert hier eine Detailtiefe, die bis heute unerreicht bleibt: Vom Bartwuchs Arthur Morgans bis hin zur Flora und Fauna, die in einem perfekten Ökosystem interagiert.
Arthur Morgan ist das Herzstück dieser Erfahrung. Seine Wandlung vom loyalen Vollstrecker zum reflektierenden Außenseiter bietet eine erzählerische Tiefe, die man eher in Weltliteratur als in einem Open-World-Titel vermutet. Das Spiel verzichtet auf schnelle Belohnungen und setzt stattdessen auf ein entschleunigtes, fast meditatives Pacing. Wer hier durch die Prärie reitet, soll die Einsamkeit und die heraufziehende Zivilisation spüren.
Kritik muss sich das Spiel lediglich für sein starres Missionsdesign gefallen lassen. Während die Welt absolute Freiheit suggeriert, führen kleinste Abweichungen vom vorgegebenen Pfad in Missionen oft zum Abbruch. Auch die Steuerung wirkt bisweilen etwas schwerfällig.
Fazit: RDR2 ist ein melancholisches Meisterwerk über Reue und den Preis der Freiheit. Es ist eine technische und emotionale Wucht, die Geduld erfordert, den Spieler dafür aber mit einer der immersivsten Welten der Videospielgeschichte belohnt.
Text: Muhammed, Foto: Von Rockstar Games – SteamPreviously published: Red Dead Redemption II, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=72261189

