Der Wechsel von der Mittel- in die Oberstufe bringt für viele Schülerinnen und Schüler große Veränderungen mit sich. Ein Interview mit mehreren Oberstufenschülern gibt Einblicke in die Herausforderungen – von hohem Leistungsdruck bis hin zur Work-Life-Balance.
Der Kulturschock: Noten und Schlafmangel
Der größte „Kulturschock“ beim Eintritt in die Oberstufe war laut dem Befragten der immense Schlafmangel. Der Druck ist spürbar höher als zuvor, insbesondere die mündlichen Noten werde von den Lehrkräften sehr streng bewertet. Eine Anekdote unterstreicht den hohen Workload: zwei Personen nahmen sich einen freien Tag, um von 8 bis 18 Uhr durchgehend zu lernen (für die Bio-Klausur).
Ratschläge für Neuankömmlinge
Für Schüler, die gerade erst in die Oberstufe starten, hat der Interviewten klare Ratschläge: Man solle die Dinge nicht zu ernst oder verkrampft sehen. Stattdessen sei es wichtig, Kurse nach den eigenen Stärken und Begabungen zu wählen, anstatt nur nach Interessen. Ein konkreter Tipp war, keinen „Bio-Leistungskurs“ zu wählen.
Fähigkeiten und Stressbewältigung
Als wichtigste Fähigkeit für die Oberstufe nennen die Befragten Multitasking-Fähigkeit, Motivation und Durchhaltevermögen. Der Lernstil habe sich im Vergleich zur Mittelstufe stark verändert. Einer der Schüler lernen nun in der Woche rund 20 Stunden extra, am Tag 2-3 Stunden.
Um mit dem Stress umzugehen, setzen die Schüler auf verschiedene Methoden. Kaja: Kaffee trinken, Pauline: Schlafen, Sarah: Treffen mit Freunden, Emma: Sport (Joggen, Schwimmen), oder auch Alva: Entspannung beim „Roblox spielen“. Generell wird die Bedeutung von sozialen Kontakten als sehr wichtig eingeschätzt.
Anspruchsvolle Fächer
Die Fächer Biologie, Chemie, Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik werden als besonders anspruchsvoll empfunden. Also insgesamt klingt die Oberstufe nach sehr viel Anspruch.
Text / Fotos: Greta

