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Montessori-Pädagogik

Hier erfahren Sie:

Was ist Montessori-Pädagogik?

Wie wird Montessori-Pädagogik am KAG umgesetzt?

Was ist Montessori-Pädagogik?

Ausgangspunkt und Kern der Montessori-Pädagogik ist das Phänomen der Konzentration. Maria Montessori, die Namensgeberin dieser Pädagogik, entdeckte das Bedingungsgefüge, unter denen Konzentration natürlicherweise entsteht:

  • Die Freiheit des Kindes wird respektiert.
  • Das Kind hat die Möglichkeit zu eigenem Handeln.
  • Das Kind folgt seinem eigenen Zeitmaß.
  • Das Kind wählt  seinen Lernort selbst.
  • Das Kind entscheidet, ob es allein oder in Gemeinschaft lernt.

Das einzigartige und unverwechselbar individuelle Kind steht im Mittelpunkt der Montessori-Pädagogik. In der Freiarbeit kann es in einer entspannten Lernatmosphäre gemäß seiner individuellen Bedürfnisse in individuellem Lerntempo lernen. Dabei wird es gleichzeitig in seiner Selbständigkeit und Verantwortungsbereitschaft gefördert. Es übernimmt Mitverantwortung für seinen Lernprozess.

Um die Montessori-Pädagogik umsetzen zu können, gibt es in der Unterstufe die sogenannten Freiarbeitsstunden, in denen die SchülerInnen ihre Lern-Tätigkeit frei wählen. Dies geschieht unter besonderen Regeln in einer vorbereiteten Umgebung, in der ansprechende, aufeinander aufbauende Freiarbeitsmaterialien zum aktiven Lernen für verschiedene Fächer auffordern. Das Kind muss nicht erst zum Lernen gezwungen oder überredet werden, die Umgebung ist derart einladend, dass der Lernprozess von selbst angestoßen wird. Der Lehrende tritt dabei in den Hintergrund, er/sie  muss Hindernisse, die das Kind alleine nicht bewältigen kann, beseitigen und den Konzentrationsprozess unterstützen. Die Bitte eines Kindes „Hilf mir, es selbst zu tun!“ drückt diese Haltung besonders gut aus. Alles, was das Kind alleine schafft, soll ihm keiner abnehmen, sodass das Kind an den Herausforderungen wachsen kann. Dabei wird es gleichzeitig in seiner Selbständigkeit und Verantwortungsbereitschaft gefördert.

Da das Kind auch abstrakte Dinge wirklich „be-greifen“ soll, kommt der Hand in der Montessori-Pädagogik eine besondere Bedeutung zu. Die Handlungsorientierung ist eine der obersten Prinzipien. Die Ergebnisse der Gehirnforschung zeigen, dass die Bewegung im dreidimensionalen Raum entscheidend zum Lernerfolg und zum Erinnern beiträgt. Nicht von ungefähr lautet der Leitspruch des Konrad-Adenauer-Gymnasiums seit vielen Jahren schon „Lernen mit Kopf und Hand“.

Mit den Freiarbeitsmaterialien wird in der Montessori-Pädagogik eine extrem starke Individualisierung des Lernens erreicht, von dem alle Schüler, auch die Leistungsstärksten und ebenso unsichere Schüler profitieren können. Während Letztgenannte durch die Bearbeitung der Materialien sich grundlegendes Wissen aneignen oder es wiederholen können, haben Erstgenannte enorme Möglichkeiten, ihren Wissensdurst jenseits des Lernplans zu stillen. Die Selbstkontrolle dafür ist im Material angelegt.

Im Freiarbeitsraum (Bilder folgen!)

Umsetzung der Montessori-Pädagogik am KAG

Im August 2013 begann am Konrad-Adenauer-Gymnasium die erste 5er-Klasse im Montessori-Zweig.  Heute gibt es in der Regel jeweils zwei Klassen pro Jahrgang, die unter der Aufsicht von gesondert geschultem Lehrpersonal Freiarbeit nach Montessori machen.

Hören Sie hier, was Antenne Niederrhein über die Montessori-Klasse berichtete:

    • Antenne Niederrhein, Teil 1:

    • Antenne Niederrhein, Teil 2:

Die Erziehung zur Selbständigkeit und Eigenverantwortung nach Montessori wird auch in der Mittelstufe weitergeführt, denn die Montessori-Pädagogik ist noch viel mehr als das Lernen mit Montessori-Freiarbeitsmaterial.

 Dazu gehören entscheidend:

  • Fachübergreifendes Lernen, bei dem zwei oder drei Fächer inhaltlich und methodisch zeitweise zusammenarbeiten, erfolgt bei uns schon ab Klasse fünf, wenn die Schüler*innen in der Mehrzahl ihrer Fächer zeitgleich am Thema „Haustiere“ arbeiten, in Deutsch geht es z.B. um Tierbeschreibungen, in Mathematik u.a. um Rechnungen und Textaufgaben rund um die Haustiere, in Erdkunde stehen die Tiere eines Bauernhofes im Fokus und in auch in Kunst dreht sich dann alles rund um Tiere. In der Mittelstufe legt das Klassenlehrerteam fest, in welchen Bereichen das fächerübergreifende Lernen erfolgt.
  • Das Lernen vor Ort  ist eine weitere wichtige Zielsetzung, da alles Lernen ja auf eine außerschulische Realität abzielen sollte. So wird z. B. das Erlernen der Literaturrecherche teilweise auf die Stadtbücherei Kleve verlegt; Tiere des Bauernhofes und die Arbeit des Landwirtes lernen die Schüler bei ihrem Besuch auf Hof Reyers kennen.
  • Die Altersmischunghat in der Montessori-Pädagogik einen zentralen Stellenwert. Denn hierdurch bieten sich vielfältige Anlässe zur gegenseitigen Hilfe, Kooperation und Rücksichtnahme zum Einüben von Toleranz und solidarischem Umgang miteinander an. Umgesetzt wird dies zum einen durch das Coaching-System, das allen Schülern und Schülerinnen der 5er und 6er Klassen am Konrad-Adenauer-Gymnasium angeboten wird. Des Weiteren arbeiten die Schüler*innen der Montessori-Klasse aber auch mit jüngeren Kindern zusammen, z.B. aus der Montessori-Grundschule, mit denen sie Vorleseaktionen durchführen. Hierdurch erfahren sie sich als „Gebende im Lernprozess“. Auch innerhalb der Freiarbeit kann jede/r Schüler*in sich einmal als Lehrende/r ein anderes Mal als Lehrmeister*in erleben, je nachdem, wie weit er/sie sich in die Handhabung einzelner Montessori-Materialien eingearbeitet hat.
  • Das Lernen mit allen Sinnenwird dadurch ermöglicht, dass die Hände, der Körper und der Geist gleichermaßen angesprochen werden. „Lernen mit Kopf und Hand“ erfolgt vor allem durch Nutzung der Montessori-Materialien in der Freiarbeit,  aber auch der handlungsorientierte Wahlpflichtunterricht, an dem alle Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums teilnehmen, unterstützt in starkem Maße dieses Prinzip.
  • Das kooperative Lernen ist neben dem individuellen Lernen gleichbedeutend in der Montessori-Pädagogik. In der Freiarbeit lernen die Schüler*innen im besonderen Maße sich gegenseitig zu helfen, im Besonderen, wenn sie mit neuen Materialien lernen wollen. Viele Materialien bieten sich gerade für eine Partnerarbeit an. Immer wieder heißt es: „Rücksicht nehmen und die Bedürfnisse der Gruppe wahrnehmen und anderes Tun respektieren“. Dabei wird die Rolle des Lehrers immer mehr die eines Beobachters und immer weniger der eines Lenkers. Eingreifen muss er dort, wo ein/e Schüler*in oder eine Schülergruppe sich selbst nicht organisieren kann oder zu wenig Rücksicht genommen wird. So können das Kind und auch die Gruppe durch eine sich aufbauende Selbstverantwortung immer selbständiger werden.
  • Auch die Bewegung nimmt ebenfalls in der Montessori-Pädagogik einen wichtigen Aspekt ein. Neben Stühlen, Wackelhockern, Bodenpulten, können die Kinder auch auf Teppichen arbeiten und gern nutzen sie auch den Flur des großzügigen Montessori-Traktes und ebenso das großzügige Außengelände der Schule.

Weitere Informationen zur Umsetzung der Montessori-Pädagogik am Konrad-Adenauer-Gymnasium

Mitarbeit der Eltern im Montessori-Zweig

24 Kollegen wurden zwei Jahre lang in einem hausinternen Zertifkatskurs zu Montessori-Pädagogen ausgebidet:

Zusammenarbeit mit anderen Klever Montessori-Einrichtungen:

Zeitungsartikel über den Montessori-Zweig

Kontakt

Unsere Montessori-Koordinatorin ist Frau Becker. Sie erreichen Sie unter dieser E-Mail-Adresse!

 

 

 

Konrad Adenauer Gymnasium Kleve

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