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KAG-Team bei Deutschen Meisterschaften im Solarautorennen

Nachdem sich unser KAG-Team im Juni bei den Regionalausscheidungen in Düsseldorf durch den 1. Platz qualifiziert hatte, ging es am ersten Septemberwochenende zum SolarMobil-Cup nach Bremen, den Deutschen Meisterschaften der Solar-Modellfahrzeuge.

Es trafen sich die Gewinner und Zweitplatzierten von 12 Regionalausscheidungen, von Glücksburg bis Augsburg: 47 Teams mit über 200 SchülerInnen und ihren Betreuern.

Am Samstag früh um 8 Uhr durften wir erste Probeläufe auf der Rennbahn zurücklegen. Da wir unser Fahrzeug bisher nur draußen und ohne Rennbahn getestet hatten, musste am Auto noch einiges angepasst werden. So hielt das Auto nicht die Spur, wurde durch die Führungsschienen abgebremst und war durch das künstliche Licht langsamer als in den Tests. Bis zur letzen Minute wurde das Auto optimiert, bekam noch einen zweiten Führungsdorn, eine Feder für den Umschalter und eine bessere Kabelführung.  Dann kam der Technikcheck durch die Veranstalter und unser Team musste sein Auto einer Expertenkommission vorstellen.

Um 11:30 Uhr wurde es dann spannend:

Unsere Rennen der Vorrunde begannen. Die Konkurrenz war stark, doch unser Auto lief gut und nach drei Rennen und etwas Zittern war klar, dass wir die Zwischenrunde erreicht hatten. Nach drei weiteren spannenden Rennen schieden wir dann aus und erreichten den 9. Platz. Mit etwas Glück hätten wir sogar den 6. Platz schaffen können, doch bei einem Richtungswechsel entgleiste unser Fahrzeug und wir fielen deutlich zurück. Der Abstand zu den besten Autos ist jedoch (noch) sehr groß, denn diese haben alle leichtere, unverglaste Solarzellen und einige Teams hatten schon mehr Wettkampferfahrung. 

Eva und Celina haben ein sehr schönes Rennauto gebaut, das bei Sonnenlicht sehr schnell läuft. Dabei musste Gewicht eingespart werden, Reibung reduziert werden, die Übertragung vom Motor auf die Räder stimmen und die Solarzellen verschaltet werden. Die Schwierigkeit des Richtungswechsels wurde durch einen kleinen Schalter gelöst, bei dem feine Lötarbeiten nötig waren. Die Räder wurden von den Schülerinnen entworfen und mit einem 3D-Drucker an der Hochschule erstellt.

Unsere Schülerinnen haben sich in diesem Projekt toll engagiert und am Renntag ihr Bestes gegeben. Über ihren Erfolg können wir als Schule stolz sein. 

Wollten wir unsere Autos weiter optimieren, bräuchten wir einen Sponsor, der uns bessere Solarzellen und ein Stück Rennbahn finanziert.

Die Veranstaltung in Bremen fand im Bürgerpark im Rahmen von „Naturwissenschaftlichen Erlebnistagen“, der “explore science“ statt. Ein buntes Programm mit vielen Mitmachangeboten, Shows und Theater zum Thema „Zeit“ waren eine gelungene Ergänzung.

Natürlich ist auch Bremen mit den Bremer Stadtmusikanten immer eine Reise wert!

PS: Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Ab Februar 2020 fängt das Solarautoprojekt am KAG wieder an.

Projektbetreuer, Text / Fotos: Hans-Jörg Henning

Konrad Adenauer Gymnasium Kleve

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