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Frau Cramer sagt: “Auf Wiedersehen! DANKE! Rollentausch!”

Liebe Schulgemeinschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

viele von Euch wissen, dass ich vor einem Jahr als Sozialarbeiterin mit Bachelor aus Niedersachen ans Konrad-Adenauer- Gymnasium gekommen bin, um meine staatliche Anerkennung als Sozialarbeiterin zu erhalten. Hierfür habe ich das Team der Ganztagsbetreuung und der Schulsozialarbeit, mit dem Ziel Euch im Alltag behilflich zu sein, unterstützt.

Gemeinsam haben wir gefiebert, gelacht, geweint, haben Deutsch, Polnisch und Arabisch gelernt oder Rollen getauscht und immer wieder Neues entdeckt und geschaffen! Das Jahr ist jetzt um. Es war ein tolles Jahr mit vielen tollen Erlebnissen, die ich mitnehmen werde: das WM-Tipp Spiel 2018, die Fair Trade Aktionen zum Jahr der Banane, die Einrichtung der Wunschwand bzw. der Chill Lounge oder das Projekt Rollentausch – mein persönliches Highlight:

Rollentausch

Das vierwöchige Projekt im November 2018, welches auf der Grundlage einer Schülerbefragung im Sommer 2018 entstanden ist, war laut den Beteiligten super und solle unbedingt weitergehen. Die Teilnahme war freiwillig und beinhaltete vier Treffen (montags 6 Std.) hintereinander im Rahmen der regulären Schulzeit. Im Projekt hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit mit vielen erlebnispädagogischen Methoden eigene Erfahrungen zum Thema, Leben mit Behinderungen, zu machen. In den Treffen haben wir gemeinsam nach einer Auseinandersetzung mit dem Begriff Behinderung und Inklusion, z.B. Definition und den Folgen für das alltägliche Leben, praktisch ausprobiert, wie es ist, eine körperliche Behinderung zu haben. Das Ziel war es, sich mit Spaß und Freude dem Thema genauer anzunähern und dafür zu sensibilisieren.

Gemeinsam mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus der sechsten Klasse habe ich mich auf die Reise in die Vielfalt begeben. Hierbei haben wir uns überlegt was heißt Inklusion und Behinderung für uns:

Behinderung, das Wort benutze ich eigentlich nur, weil es alle benutzen. Für mich gibt es das Wort nicht – jeder ist anders, jeder kann etwas nicht gut, alle sind irgendwie behindert. Das Wort beschreibt einen Zustand, welche Fähigkeiten jemand hat und besitzt. Deswegen sollte es keine Beleidung sein.“

Die Gruppe hat gemerkt Inklusion in der Form, das jeder teilnehmen kann, kann Spaß machen und spannend sein, da jeder voneinander lernen kann.  Beim Blindsein haben sie gemerkt es ist anders, aber ich kann besser hören, auch das Rollstuhlfahren ist nicht leicht, wie sie bei einer Rollstuhlführerscheinprüfung gemerkt haben. Es bedarf aber eines Umdenkens, sowie gewisse Rahmenbedingen. Dazu gehörte für die Gruppe Respekt, Hilfsbereitschaft und Akzeptanz. Um inklusiv leben zu können egal wie jemand ist, bedarf es keine Treppe/ Barrierefreiheit, aber vor allem Spaß, Freundschaft, Essen und Trinken. Das ist nicht einfach gemeinsam, aber möglich. Das haben sie in dem Projekt gezeigt. Gemeinsam habe alle einen Rollstuhlführerschein und verdient eine Urkunde erhalten.

Für mich war das Projekt genauso wie für die Gruppe ein Highlight, da es auch mir als Sozialarbeiterin im Rollstuhl gezeigt hat.- Mein Job ist trotz des Rollstuhls sehr gut möglich und stellt kein Hindernis für die Ausübung meiner Arbeit dar.

Ich möchte auf diesem Weg DANKE sagen. Ich danke allen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung das Jahr und das Projekt war Grundlage meiner mündlichen Prüfung.

Mit Eurer Hilfe bin ich jetzt staatlich, anerkannte Sozialarbeiterin mit abgeschlossener Ausbildung.

Es war eine tolle Zeit, auf die ich mit einem lachenden Herzen bzw. einem lachenden und einem weinenden Auge zurückblicke, da ich mich bei Euch sehr wohlgefühlt habe. Doch das Leben geht weiter und so werde ich meine Rolle als Schulsozialarbeiterin am KAG am 28.03.19 tauschen.

In diesem Sinne werde ich Euch in Erinnerung behalten! Ich wünsche dem KAG als Schule weiterhin alles Gute für die Zukunft und wünsche jedem Einzelnen von Euch viel Glück, Freude, Träume die wahr werden und die Kraft nie aufzugeben.

Möge Euch immer jemand begleiten. – Vergesst nicht ihr seid nicht allein am KAG z.B. begleiten Euch meine Teamkolleginnen Frau Hartmann, Frau Hector und Frau Bruschinski immer gerne, wenn ihr möchtet.

Auf Wiedersehen!!!!

Eure Frau Cramer

Text / Fotos: Maren Cramer

Konrad Adenauer Gymnasium Kleve

Konrad Adenauer Gymnasium Kleve